Ziele des Strafvollzugs sind die Resozialisierung der Gefangenen und der Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten.

 

Der gesetzliche Auftrag dazu ist sowohl im Strafvollzugsgesetz als auch im Jugendstrafvollzugsgesetz Nordrhein-Westfalen festgeschrieben:

Das Ziel

"Im Vollzug der Freiheitsstrafe soll der Gefangene fähig werden, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen (Vollzugsziel). Der Vollzug der Freiheitsstrafe dient auch dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten."

(§ 2 Satz 1 und 2 des Strafvollzugsgesetzes)

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Die Sicherheit

Es ist Aufgabe des Justizvollzugs, die Sicherheit der Allgemeinheit sowie der im Vollzug Tätigen und der Gefangenen zu gewährleisten. Ein sicherer Justizvollzug wird durch das Zusammenwirken von baulich-technischen, administrativ-organisatorischen und sozialen Faktoren erreicht. Diese drei Elemente ergänzen sich und werden fortlaufend optimiert.

 

Zur baulich-technischen Sicherheit gehören bauliche Sicherheitsvorkehrungen ( z.B. Mauern, Gitter, Zäune) und ergänzend dazu eine Sicherheitstechnik (z. B. Alarmanlagen, Kameraüberwachung), die alle im Vollzug Tätigen unterstützen soll. Unter administrativ-organisatorischer Sicherheit ist das gesamte sicherheitsrelevante Regelwerk und dessen Umsetzung zu verstehen. Das Regelwerk muss allen im Vollzug Tätigen bekannt sowie verständlich und anwenderfreundlich sein.

 

Die soziale Sicherheit umfasst alle Formen der Kommunikation und Kooperation zwischen den im Vollzug Tätigen und den Gefangenen. Das frühzeitige Erkennen von Konflikten und besonderen Problemlagen trägt wesentlich zu einem geordneten Zusammenleben und damit zu einer sicheren Vollzugsgestaltung bei. Hierzu gehört eine zielgerichtete Behandlung der Gefangenen.

Das Einweisungsverfahren

Nicht jede Strafvollzugsanstalt kann genau die Maßnahmen treffen, die im Interesse der jeweiligen Behandlung des einzelnen Gefangenen nötig wären. Aufgrund der hohen Anzahl der Gefangenen ist es jedoch nicht möglich für jeden einen individuellen Strafvollzug durchzuführen. Es besteht aber die Möglichkeit Gefangene mit ähnlichen oder gleichen Behandlungsbedürfnissen in bestimmten Vollzugsanstalten zusammen zufassen. Dies geschieht z.B.in Nordrhein-Westfalen über ein sogenanntes Einweisungsverfahren. § 141 Strafvollzugsgesetz/ § 152 Abs.2

Angeschlossen sind diesem Verfahren in NRW 10 geschlossenen und 7 offene Vollzugsanstalten.

 

Aktualisiert Mai 2018

Strafvollzug24